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Insgesamt gute Qualitäten beim diesjährigen Brotgetreide

Trotz regional erneut extremer Witterungsverhältnisse haben die deutschen Bauern in diesem Jahr nach Einschätzung des Max Rubner-Instituts (MRI) insgesamt gute Qualitäten beim Brotgetreide erzielt. Gemäß den vorläufigen Analyseergebnissen weist der in diesem Jahr geerntete Winterweichweizen im Durchschnitt aller untersuchten Proben aus dem Bundesgebiet einen Rohproteingehalt von 12,6 % auf, womit dieser um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert liegt. Der Basiswert für Brotweizen von 12,0 % dürfte aber dennoch in den meisten Fällen problemlos erreicht worden sein, stellte das MRI fest.
Der Sedimentationswert, ein indirektes Maß zur Bestimmung der Proteinqualität, erreicht laut dem Institut mit 43 ml nicht ganz das Niveau des Vorjahres. Auch der Feuchtklebergehalt fiel den Untersuchungsergebnissen zufolge mit 25,8 % im Mittel schwächer als bei der Ernte 2018 aus, allerdings nur knapp. Bezüglich der Kriterien Fallzahl und Auswuchs ist die diesjährige Weichweizenernte nach dem vorläufigen Urteil der MRI-Experten als unproblematisch einzustufen; die Naturalgewichte sollen hingegen mit durchschnittlich 77,2 kg/hl deutlich niedriger ausfallen. Der mittlere Schmachtkornanteil liege aber mit 1,0 % etwas unter dem Wert des Vorjahres und werde somit zu geringeren Ausbeuteverlusten führen.

Wie weiter aus dem vorläufigen MRI-Bericht hervorgeht, liefert der Roggen in diesem Jahr in Folge der trockenen und sehr warmen Witterungsbedingungen zur Kornfüllungsphase und Ernte sehr hohe Fallzahlen. So lägen die Schrotfallzahlen mit 282 s um 8 % über den Ergebnissen des Vorjahres. Bislang hätten alle ausgewerteten Proben die Anforderungen der Brotroggenqualität erfüllt, so das Institut. Der prozentuale Anteil an Mutterkornsklerotien sei - von regionalen Ausreißern abgesehen - in diesem Jahr im Mittel nur geringfügig höher und liege bei 0,04 %.

Wenig Anlass zur Klage gibt es dem MIR zufolge auch im Hinblick auf andere Mykotoxine: In den bisher untersuchten Roggen- und Weizenproben aller Bundesländer hätten sich überwiegend geringe Gehalte an Deoxynivalenol (DON) und sehr geringe Gehalte an Zearalenon (ZEA) gezeigt. Speziell die DON-Gehalte bewegten sich bei den bisher erhaltenen MRI-Untersuchungsergebnissen im langjährigen unteren "Normalbereich". AgE


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