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Erzeugung unter Druck

Der Zuckerrübenanbau in Deutschland gerät zunehmend unter Druck. Darauf hat der Rheinische Rübenbauer-Verband (RRV) hingewiesen. Wie der Verband am Mittwoch berichtete, sind auch im laufenden Jahr die Ernteaussichten aufgrund der abermals außergewöhnlichen Hitze und Trockenheit "ernüchternd".

Belastet werden die Rübenanbauer dem RRV zufolge außerdem durch das marktpolitische Umfeld. Immer schärfere Auflagen im Dünge- und Pflanzenschutzrecht erschwerten die Produktion; zugleich dulde die Bundesregierung massive Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der Europäischen Union durch gekoppelte Beihilfen und Notfallzulassungen im Pflanzenschutz.

Der RRV-Vorsitzende Bernhard Conzen bezeichnete die Haltung der Regierung als "inakzeptabel passiv". Der drohende Einbruch des heimischen Zuckerrübenanbaus werde quasi toleriert. Laut Conzen beschäftigen sich die Anbauer "intensiv" mit Ausstiegsszenarien.

Nach Angaben des RRV-Vorsitzenden würde damit aber nicht nur der Rübenanbau, sondern der Ackerbau insgesamt getroffen. Die Zuckerrübe sei eine Gesundungsfrucht, benötige weniger Stickstoffdünger und binde darüber hinaus große Mengen an klimafeindlichem Kohlendioxid; pro Hektar würden durchschnittlich 36 t CO2 fixiert. Allein der rheinische Rübenanbau bindet Conzen zufolge somit rund 1,8 Mio t Kohlenstoffdioxid pro Jahr.

Laut dem RRV werden die rheinischen Rübenbauern die nun beginnende Kampagne nutzen, um auf die Bedeutung des Zuckerrübenanbaus für den Klimaschutz und die regionale Wirtschaft hinzuweisen. Unter anderem würden die Transportfahrzeuge mit entsprechenden Aufklebern versehen, um die Botschaften überall ins Land zu tragen. "Möglichst viele Menschen sollen darüber informiert werden, welche negative Konsequenzen ökologischer und wirtschaftlicher Art ein Weiter so in der Agrarpolitik hätte", erklärte Conzen dazu. AgE


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