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Tönnies baut Schlachthof in China

Die Tönnies Unternehmensgruppe setzt weiter auf Internationalisierung und will nun den ersten Produktionsstandort außerhalb Europas errichten. Wie der Fleischkonzern heute mitteilte, wurde mit der Dekon Group, einer Tochter der West Hope Group, eine Absichtserklärung über ein Joint Venture zum Bau eines Schlacht- und Zerlegezentrums für zunächst 2 Millionen Schweine in der chinesischen Provinz Sichuan unterzeichnet. Dies soll in einem zweiten Schritt auf 6 Millionen Schweine ausgeweitet werden. Die Grundsteinlegung ist für 2020 vorgesehen.

"Wir sind stolz, gemeinsam mit unserem Partner der Dekon Group ein neues Kapitel der Unternehmensgeschichte aufzuschlagen", erklärte Tönnies-CEO Andres Ruff bei der Unterzeichnung auf der Handelsmesse Western China International Fair. "Mit unserem Know-how in der Schlachtung und Zerlegung von Schweinen sowie dem Wissen über Voraussetzungen, Sicherheit und Hygiene bei der Produktion von Lebensmitteln, können wir die Schweinefleischproduktion für den chinesischen Markt weiter stärken", so der Manager.

Der neue Schlachthof mit angeschlossenem Zerlegebetrieb für Schweinefleisch wird nach Unternehmensangaben nach dem Vorbild der deutschen Tönnies-Betriebe gebaut. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 500 Mio Euro, wovon rund 150 Mio Euro auf das Schlacht- und Zerlegezentrum entfallen. Laut dem CEO der Dekon Group, Wang Degen, wird damit in Sichuan "der erste Betrieb nach europäischem Standard für Schweinefleischprodukte gebaut". Von der Zucht über die Schlachtung bis zur Verarbeitung werde eine vollständige integrierte Lebensmittelgewinnung erreicht.

Der geschäftsführende Gesellschafter der Tönnies Holding, Clemens Tönnies, betonte, dass die Nachfrage nach Schweinefleisch in China und vielen weiteren asiatischen Ländern groß sei und weiter wachsen werde. "Dieses Joint Venture ist der nächste Schritt unserer Internationalisierung. Damit bringen wir das Know-how über die Lebensmittelproduktion nach deutschem Standard in die Welt und stärken die Qualität und Sicherheit der Versorgung in China", erklärte Tönnies. Ruff wies darauf hin, dass der chinesische Lebensmittelmarkt durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) im Umbruch sei. Kleinstbetriebe und Hinterhofhaltungen würden durch moderne landwirtschaftliche Betriebe mit hoher Biosicherheit nach westeuropäischem Standard ersetzt. AgE


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