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Ernteschätzungen für Weinmost deutlich gesenkt

Die diesjährige Traubenlese ist weitgehend abgeschlossen; die Winzer haben jedoch weniger Most eingefahren als noch zu Beginn der Ernte angenommen worden war. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute berichtete, beläuft sich die Weinmosternte 2019 gemäß der zweiten Schätzung, die auf den Angaben der Berichterstatter von September beruht, auf 8,67 Mio hl; das wären 1,69 Mio hl oder gut 16 % weniger als die sehr gute Lese 2018. Auf Basis der August-Erhebung hatte Destatis vor wenigen Wochen noch mit einem Aufkommen von 9,04 Mio hl gerechnet.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) hatte allerdings bereits seinerzeit die Weinmosterzeugung deutlich unter 9 Mio hl gesehen, nämlich bei 8,6 Mio hl. Auch das Institut korrigierte die Schätzung jetzt nochmals nach unten, und zwar auf 8,41 Mio hl. Demnach würde der Abstand zur Vorjahresernte sich auf 1,98 Mio hl oder 19,0 % belaufen. Das langjährige Mittel von 2009 bis 2018 wird damit laut DWI um 389 000 hl oder 4,4 % verfehlt.

Durch Trockenheit und extreme Hitze im Vegetationsverlauf, aber auch wegen Sonnenbrandschäden sowie regional begrenzte Frostperioden und Hagelschläge habe es schon früh Hinweise auf ein geringeres Erntevolumen gegeben, erläuterte das Weininstitut. Allerdings gebe es sowohl unter den 13 deutschen Weinbaugebieten als auch innerhalb der einzelnen Regionen relativ große Ertragsdifferenzen. Obwohl Wetterkapriolen es den Winzern in dieser Saison nicht leicht gemacht hätten, werde die Qualität des neuen Jahrgangs von den Erzeugern mehrheitlich als sehr gut beurteilt.

Destatis zufolge entfallen von der jetzt geschätzten Gesamtmenge 5,62 Mio hl auf Weißmost und 3,08 Mio hl auf Rotmost, was im Vergleich zu 2018 einem Minus von annähernd 19 % beziehungsweise gut 11 % entspricht. Vom Weißen Riesling, der bedeutendsten Rebsorte in Deutschland, dürften laut der amtlichen Statistik 1,86 Mio hl Most erzeugt worden sein, 18 % weniger als im vergangenen Jahr. Für Müller-Thurgau wird ein Rückgang um fast ein Viertel auf 1,14 Mio hl ausgewiesen, für die rote Rebsorte Nummer eins, den Blauen Spätburgunder, eine Abnahme um gut 7 % auf 941 000 hl. AgE


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