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Förderprogramm in Bayern auf Rekordniveau

Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) stößt bei den Landwirten im Freistaat auf ein immer größeres Interesse. Wie der Münchener Umweltminister Thorsten Glauber gestern mitteilte, wurde die diesjährige Antragstellung mit dem besten Ergebnis seit Bestehen des Programms abgeschlossen. Mittlerweile würden im Rahmen des VNP rund 120 000 ha naturverträglich bewirtschaftet; das seien etwa 20 000 ha mehr als im Vorjahr. Insgesamt mehr als 20 000 Landwirte hätten entsprechende Anträge gestellt.

Laut Glauber werden in diesem Jahr im Vertragsnaturschutzprogramm insgesamt 64 Mio Euro für die naturverträgliche Bewirtschaftung von Flächen bereitgestellt und damit so viel wie noch nie; im Jahr 2019 seien es 50 Mio Euro gewesen. Ein Teil der Prämien werde vom Bund und der Europäischen Union getragen. Die EU-Kommission habe die Erhöhung der Fördersätze inzwischen vollständig genehmigt.

Für 2020 seien die Prämien insbesondere für Weidetierhalter sowie die Bewirtschafter von Streuobstwiesen und Teichwirte deutlich erhöht worden, hob der Minister hervor. Vor allem bei den Spätmahdflächen sei das Interesse der Landwirte groß; allein hier seien etwa 15 000 ha blütenbunte und insektenreiche Förderflächen hinzugekommen. Damit nähere sich Bayern dem Ziel aus dem Volksbegehren plus, dass 10 % der Grünlandflächen erst nach dem 15. Juni gemäht werden sollen.

Der Umweltminister unterstrich, dass der Freistaat für die Landwirtschaft auch in Krisenzeiten ein starker Partner sei: "Die Corona-Krise trifft auch die Landwirtschaft sehr hart. Das Vertragsnaturschutzprogramm gibt den Landwirten finanzielle Sicherheit." Die Antragstellung im Vertragsnaturschutzprogramm Wald ist noch bis zum 29. Mai 2020 möglich. AgE


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