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Wegen Corona-Krise höhere Lebensmittelpreise erwartet

In Polen wird wegen der anhaltenden Corona-Krise mit steigenden Lebensmittelpreisen gerechnet. Fachleute der DNB Bank Polska gehen davon aus, dass zumindest die Preise für frische Produkte wie Obst und Gemüse in diesem Jahr um bis zu 10 % zulegen werden. Dafür machen sie vor allem gestörte internationale Lieferketten, fehlende Saisonarbeitskräfte sowie einen sich abzeichnenden Protektionismus verantwortlich.

Kurzfristig trägt nach Einschätzung der Marktanalysten auch das Kaufverhalten der Verbraucher dazu bei. So sei die Nachfrage für Gemüse aufgrund von Hamsterkäufen im Zuge der Corona-Krise zeitweise drastisch angestiegen, was zu spürbaren Verknappungen und Preisaufschlägen geführt habe. Mittelfristig werde sich das Kaufverhalten zwar wieder normalisieren; auf kurze Sicht seien jedoch wegen der unklaren Aussichten hinsichtlich der Pandemie ähnliche Panikreaktionen jederzeit möglich.

Nachhaltiger dürften sich nach Auffassung der Marktbeobachter allerdings protektionistische Entwicklungen wie Exportbeschränkungen für Reis in Vietnam oder für Mehl in Kasachstan auswirken. Solche Schritte hätten das Potential für eine längerfristige Störung der weltweiten Lieferketten, zumal es sich bei den genannten Ländern um wichtige Exporteure handele. Problematisch seien aber auch Beschränkungen des innereuropäischen Warenverkehrs.

Nach Ansicht der Analysten dürfte der Saisonarbeitermangel in wichtigen europäischen Anbauländern wie Spanien in diesem Jahr dazu führen, dass sich Saisonprodukte wegen steigender Produktionskosten oder einer Verknappung des Warenangebots verteuern werden. Höhere Kosten würden sicherlich an die Abnehmer und Endkunden weitergereicht. AgE


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