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Mindestpreise für Fleisch sind "Öko-Populismus"

Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hat einem von den Grünen geforderten Mindestpreis für Fleisch eine klare Absage erteilt. "Bei allem Respekt gegenüber den Grünen - die planwirtschaftliche Forderung nach einem Mindestpreis für Fleisch ist ein böser Rückfall in vergangen geglaubten Öko-Populismus", erklärte BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff heute in Berlin. Fleischprodukte gehörten aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zu einer ausgewogenen Ernährung dazu und das sollte nicht nur dem zahlungskräftigen Teil der Gesellschaft vorbehalten bleiben.

Berechtigte Kritik sei wichtig für eine zielorientierte Diskussion. "Wenn man sich an solchen Debatten beteiligt, sollte man sich auch über die volkswirtschaftlichen Folgen seiner Aussagen immer im Klaren sein", mahnte Minhoff. In Zeiten eines europäischen Binnenmarkts könnten ausländische Zulieferbetriebe die bisherige Tätigkeit der deutschen Schlachtereien ersetzen. Dann seien nicht nur andere für die Standards zuständig, sondern wir hätten auch wesentlich längere Transportwege und damit höhere Treibhausgasemissionen.

Die Grünen fordern eine grundlegende Reform der Fleischproduktion in Deutschland. Neben einem Verbot von Werkverträgen und einer Ausweitung der staatlichen Kontrollen ist einem am Wochenende vorgelegten Sieben-Punkte-Plan nach Angaben der Funke-Mediengruppe auch die Einführung eines Mindestpreises für Fleisch vorgesehen.

Die Fleischindustrie funktioniert dem Grünen-Chef Dr. Robert Habeck zufolge nach "dem Prinzip Massenproduktion zu Dumpingpreisen dank Dumpingbedingungen". Es müsse deshalb ein Verbot des Dumpingwettbewerbs geben. Im Lebensmitteleinzelhandel dürfe ein Mindestpreis für tierische Produkte nicht mehr unterschritten werden, der die Produktionskosten der Bauern unterschreite, heißt es in dem Papier. AgE


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